Unterkunfthouse-user

Die Bundesasylzentren verfügen über Unterkünfte und helfen Ihnen bei der Suche nach einer geeigneten Unterbringung. Sie arbeiten auch mit Gastfamilien zusammen. Achtung: Halten Sie Abstand von privaten Angeboten, die Ihnen unseriös vorkommen.

Wie finde ich eine geeignete Unterkunft?

Die Bundesasylzentren verfügen über Unterkünfte und helfen Ihnen bei der Suche nach einer geeigneten Unterbringung sowie bei weiteren administrativen Schritten. Die Adressen der Bundesasylzentren finden Sie hier:

Nachdem Sie sich für den Schutzstatus S registriert haben, werden Sie einem Kanton zugeteilt und erhalten dort eine Unterkunft. Die Verteilung der Schutzsuchenden auf die 26 Kantone der Schweiz erfolgt möglichst gleichmässig.

Ich habe bereits eine Unterkunft

Mir gefällt es hier. Was muss ich tun, damit ich bleiben kann?

Grundsätzlich können Sie nicht wählen, wo Sie untergebracht werden. Auch wenn Sie sich selbst organisiert haben, kommt prinzipiell der Verteilschlüssel zur Anwendung. Falls dieser eingehalten werden kann, können Sie in der selbst organisierten Unterkunft bleiben. Falls nicht, erfolgt die Zuteilung in einen Kanton.

Wichtig: Ihre Privatunterkunft kann nur dann berücksichtigt werden, wenn Sie die «Bestätigung Privatunterkunft» ausgedruckt und von Ihren Gastgebenden unterschrieben am Tag Ihrer Registration ins Bundesasylzentrum mitbringen. Das Formular können Sie hier abrufen und ausdrucken:

Mir gefällt es hier nicht. Kann ich woanders untergebracht werden?

Wenn Sie bereits eine Unterkunft haben, aber gerne woanders wohnen möchten, haben Sie zwei Möglichkeiten:

Wenn Sie die Unterkunft innerhalb des gleichen Kantons wechseln möchten, können Sie sich selbst organisieren oder sich mit Ihrem Anliegen an die zuständige kantonale Stelle bzw. an ein Bundesasylzentrum wenden.

Wenn Sie in einem anderen Kanton untergebracht werden möchten, wenden Sie sich bitte mit einem einem schriftlichen Gesuch ans Staatssekretariat für Migration SEM. Wenn Sie das Gesuch innerhalb von 30 Tagen ab Datum des Entscheids über Ihren S-Status einreichen, wird das Gesuch gemäss den Kriterien der Kantonsverteilung behandelt. Danach wird ein Gesuch um Kantonswechsel nur in Sonderfällen bewilligt.

Adresse:
Staatssekretariat für Migration SEM
Taskforce Kantonswechsel Ukraine
Quellenweg 6
3003 Bern-Wabern

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Das Staatssekretariat für Migration SEM entscheidet, welchem Kanton eine schutzsuchende Person zugewiesen und wo sie untergebracht wird. Grundsätzlich verläuft die Zuteilung des Wohnkantons nach einem kantonalen Verteilschlüssel. Ehepartner/-innen, Eltern und ihre minder- und volljährigen Kinder sowie Grosseltern haben jedoch einen Anspruch darauf, dem gleichen Kanton zugewiesen zu werden. Wünsche zur Zuweisung mit/zu entfernteren Verwandten oder eng befreundeten Personen, können nur dann berücksichtigt werden, wenn der Verteilschlüssel eingehalten werden kann. Für besonders verletzliche Personen, wie Kinder oder sehr alte Menschen, gelten weniger strenge Regeln und die Wünsche werden eher berücksichtigt.

Wenn Sie in einer Kollektivunterkunft oder bei einer Gastfamilie untergebracht sind, müssen Sie in der Regel keine Miete bezahlen. Eine allfällige Miete bei Gastfamilien oder für durch Privatpersonen zur Verfügung gestellte Wohnungen, wird normalerweise durch den jeweiligen Kanton bezahlt. Aber es gibt auch Vermieter/-innen, die eine Miete von Ihnen verlangen. Das ist grundsätzlich erlaubt. Es ist auch möglich, dass die Gastfamilie, bei der Sie wohnen werden, möchte, dass Sie einen Vertrag unterzeichnen – auch wenn Sie keine Miete bezahlen müssen. Informieren Sie sich bei der Person, bei der Sie einziehen wollen, oder lassen Sie sich vom Personal in einem Bundesasylzentrum oder von der kantonalen Migrations-/Sozialbehörde dabei helfen.

Ukrainer/-innen, die innerhalb der 90 Tage visumsfrei in der Schweiz leben und über keinen Schutzstatus S verfügen, können keine automatischen Mietreduktionen erwarten und nicht gratis in Hotels wohnen.

Das ist nicht grundsätzlich geregelt. Es ist jedoch möglich, dass eine Gastfamilie für den zur Verfügung gestellten Wohnraum eine Gegenleistung verlangt, zum Beispiel Mithilfe im Haushalt, bei der Kinderbetreuung o. Ä. Informieren Sie sich bei der Gastfamilie über die Bedingungen der Aufnahme oder bitten Sie die Sie betreuenden Personen im Bundesasylzentrum oder das Sozialamt Ihres Wohnkantons, Ihnen bei der Klärung dieser Frage zu helfen, bevor Sie einziehen.

Im besten Fall unterzeichnen Sie bei der Gastfamilie einen Untermietvertrag, der die Dauer Ihres Aufenthalts in der entsprechenden Unterkunft und die Kündigungsfrist klar regelt. Auch eine mündliche Abmachung gilt. Beachten Sie, dass die/der Vermieter/-in Sie ohne Einhaltung einer Frist bitten kann, die Wohnung zu verlassen, falls Sie einfach als Gast in einer Unterkunft einquartiert sind.

Es gibt keine zentrale Stelle, die bei Problemen mit Ihrer Unterkunft oder der Gastfamilie zuständig ist. Wenden Sie sich deshalb bitte an die Stelle, die Ihnen die Unterkunft zur Verfügung gestellt oder vermittelt hat, z. B. das SEM (kurz nach Ihrer Ankunft in der Schweiz), das kantonale Migrationsamt oder eine Hilfsorganisation. Bitte beachten Sie, dass der Wechsel von einer Unterkunft in eine andere aufwendig ist. Es empfiehlt sich, bei Konflikten oder Unzufriedenheit das Gespräch mit der/den Person/-en zu suchen, die Ihnen die Unterkunft zur Verfügung stellt/stellen.

Wenn Sie in Ihrer Unterkunft Belästigung oder Missbrauch ausgesetzt sind, wenden Sie sich bitte umgehend an die Polizei (Telefon: 117).

Grundsätzlich besteht keine Wahlfreiheit dahingehend, wo und in welchem Kanton eine Unterkunft für Sie bereitgestellt wird. Möchten Sie wechseln, brauchen Sie dafür gute Gründe.
Wünschen Sie die Verlegung zu Verwandten in einen anderen Kanton, wenden Sie sich mit einer schriftlichen Begründung an das SEM (siehe weiter oben).
Wünschen Sie eine Verlegung, weil es Probleme mit der Gastfamilie gibt oder Ihnen die Unterkunft nicht gefällt, suchen Sie bitte das Gespräch mit der Stelle, die Ihre Unterbringung organisiert hat, z. B. das kantonale Migrationsamt oder eine Hilfsorganisation.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr/-e Vermieter/-in unseriös ist, wenden Sie sich bitte an die Stelle, die Ihnen die Unterkunft vermittelt hat. Das kann eine kantonale Migrations- oder Sozialbehörde oder eine Hilfsorganisation sein.
Wenn Sie in Ihrer Unterkunft Belästigung oder Missbrauch ausgesetzt sind, melden Sie sich bitte umgehend bei der Polizei (Telefon: 117).